Der Arbeitskreis Migration
Das NTI koordiniert, begleitet und berät den Arbeitskreis, der sich aus verschiedenen Trägern und Behörden im Landkreis Märkisch-Oderland zusammen setzt.
Der Arbeitskreis Migration ist ein Zusammenschluss der auf dem Gebiet der Migration in Märkisch-Oderland tätigen Vereine, Wohlfahrtsverbände, Institutionen u.ä.
In ihm sollen alle im Landkreis relevanten Themen im Bereich Migration besprochen werden.
Der Arbeitskreis Migration ist hervorgegangen aus dem Runden Tisch Asyl, der sich am 20.11.2003 als Konsequenz aus 2. Integrationsfachtag Märkisch-Oderland konstituiert hat.
Dieser hatte folgende Ziele:
- Verbesserung der allgemeinen Lebenssituation von Asylbewerbern und Geduldeten in Märkisch-Oderland
- Verständnis und Toleranz in der Bevölkerung, der Verwaltung und auf politischer Ebene für die Situation der Asylbewerber wecken
Die Aufgabenfelder des Runden Tisches umfassten zunächst:
- Beschreibung der Situation der Asylbewerber
- Thematisierung im Gemeinwesen
- Bildung einer Interessenvertretung bzw. eines kreisweiten Sprecherrates der Asylbewerber
- mehr Kommunikation mit den Behörden
- Transparenz von Entscheidungen der Verwaltung
Schwerpunkte bildeten dabei folgende Themen:
- Bargeld statt Chipkarten/ Gutscheine/ Sachleistungen
- Ausgabe und Erteilung von Krankenscheinen
- Arbeitsgelegenheiten im Heim
- Residenzpflicht
- Deutschkurse
- Erteilung von Arbeitserlaubnissen
- Fahrscheine
- Auszug aus dem Heim in eigene Wohnung
- Leistungskürzung
Die Bildung der Interessenvertretung bzw. Sprecherrates der Asylbewerber ist gescheitert.
Gründe dafür sind u.a.:
- zu unterschiedliche Erwartungen
- Einzelfälle sollten nicht am Runden Tisch geklärt werden - allgemeine Probleme wurden angesprochen
- zu wenig Kontakte unter den Flüchtlingen
- keine schnellen Veränderungen sichtbar
Spätere Themen:
- Spielplatzbau in Kunersdorf
- Schließung des Heimes in Kunersdorf
- Begleitung des Umzugs nach Waldsieversdorf
- Probleme und Bedingungen im Heim Waldsieversdorf
- Druck auf Landkreis - Umzug des Heimes nach Strausberg
- Einrichtung des neuen Heimes in Garzau entgegen aller Aussagen, dass das Heim nach Strausberg kommen soll
- Herausgabe des Spielplatzes und Einrichtung eines Grillplatzes in Garzau
Ein thematischer Dauerbrenner war die Einführung von Bargeld statt Chipkarten für die Asylbewerber im Landkreis. Dazu gab es immer wieder Gespräche mit Sozialamtsleiter, Landrat, Sozialdezernenten. Im Jahr 2007 konnten wir dann einen Erfolg verbuchen: Abschaffung der Chipkarten - Zahlung von Bargeld!
Themen aus dem Bereich Flucht / Asyl werden auch in Zukunft ein Arbeitsschwerpunkt des Arbeitskreises Migration sein:
- Unterbringungssituation im Heim
- Kinder im Heim
- Betreuung und Beratung im Heim
- Transparenz seitens des Landkreises und Betreibers
- Deutschkurse
- Arbeitsgelegenheiten
- Residenzpflicht
- Krankenscheine
- Fahrtkosten
- Information der Flüchtlinge zu verschiedenen Themen
- Einbeziehung der Flüchtlinge in verschiedene Projekte
- Arbeitserlaubnis
- Altfallregelung
Allerdings ist der Themenbereich des Arbeitskreises weiter gefasst:
- Interkulturelle Öffnung der Regeldienste, Behörden und Verwaltung
- Partizipation von Migranten im Gemeinwesen
- Sensibilisierung von Bildungseinrichtungen für Situation von Migranten (Kita, Schule, Berufsausbildung)
- Qualifizierung von Migranten gemäß Fördermaßnahmen nach SGB II und III
- Problemlagen von Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf Grundlage des Gutachtens
Im Arbeitskreis Migration arbeiten folgende Institutionen mit:
- Netzwerk für Toleranz und Integration
- Landkreis Märkisch-Oderland (Sozialamt)
- Landkreis Märkisch-Oderland (Ausländerbeauftragte)
- Landkreis Märkisch-Oderland (Ausländerbehörde)
- Sozialpark Märkisch-Oderland (Träger Asylbewerberheim)
- RAA Frankfurt (Oder) (Berater)
- Caritas (Migrantenberatung Strausberg)
- Diakonie (Jugendmigrationsdienst)