Für Zukunft selbst etwas tun
11.03.2006: Jugendliche haben im Oderland durchaus eine Zukunft - wenn sie bereit sind, auch selbst etwas dafür zu tun. So könnte die Quintessenz aus den Gesprächen lauten, die Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) und sein Nachfolger im Amt des Fraktionsvorsitzenden der Partei im Landtag Günter Baaske gestern auf ihrem "Wandertag" durch den Ostteil des Landkreises geführt haben.
(Märkische Oderzeitung)
Am Vormittag erlebten die Politiker im Kreiskulturhaus in Seelow zunächst Schülertheater live: Gemeinsam mit etwa 60 Förder- und CJD-Berufsschülern sahen sie das Stück "Punk - no future", in dem es um Probleme junger Leute, um Jugendkulturen und um den Protest gegen die etablierte Gesellschaft geht. Im anschließenden - leider sehr zähflüssigen - Gespräch mit den Schülern kritisierten Fritsch und Baaske die mangelnde Leistungsbereitschaft vieler Brandenburger Schüler. "Mit Vieren und Fünfen auf dem Zeugnis kriegt man natürlich kaum eine Lehrstelle", sagte Fritsch. Günter Baaske fügte seinem Lob für die Laien-Schauspieler und ihr "ausdrucksstarkes Spiel" das begeistert aufgenommene Angebot hinzu, ein Gastspiel in einem ihm gut bekannten Cottbuser Schülertheater zu organisieren.
Die nächste Station der beiden SPD-Politiker und ihres Anhangs war die Landwirtschaft Golzow GmbH. An dem Gespräch, in dem es vor allem um Ausbildung und um die Zukunft junger Menschen auf dem Lande ging, nahmen Landrat Gernot Schmidt (SPD), die Golzower Schulleiterin Ingrid Ostwald, Bürgermeister Klaus-Dieter Lehmann und Amtsdirektor Lothar Ebert, die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Ines Sennewald und weitere Gäste teil. Friedgunde Just, langjährige Ausbilderin im Golzower Unternehmen, erläuterte, wie Kinder und Jugendliche aus der Region im Rahmen des Projektes "Landaktiv" an die Landwirtschaft herangeführt werden. Geschäftsführer Dr. Manfred Großkopf informierte zur Ausbildung im Betrieb, dessen Mitarbeiter durch selbst herangebildeten Nachwuchs ein Durchschnittalter von 38,3 Jahren haben.