Im Alltag Mut gezeigt
24.04.2008: Die Ausstellung "Seinen Ort finden" wurde am Mittwoch in der Cafeteria des "Gymnasiums auf den Seelower Höhen" eröffnet.
Bis zum 8. Mai 2008 kann man bei kostenfreiem Eintritt wochentags von 10 bis 15.30 Uhr die Ausstellung besuchen.
Dies ist eine Ausstellung der Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum Berlin (der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), die sich mit dem Thema Zivilcourage beschäftigt. Fünf Porträts von "ganz gewöhnlichen" Menschen, die im Alltag mutig waren und sich weder von vorherrschenden, aber inhumanen Werten, noch von einem Machtsystem und seiner Strafjustiz beeindrucken liessen. Die Ausstellung zeigt Bilder und Texte zu Josef Sudek, Clara Grunwald, Franz Jägerstätter, Schloss La Hille und Jan Bernasiewicz.
"Wir glauben, dass diese Ausstellung gut an einen Bildungsort passt, wo die Sachen geklärt und die Menschen gestärkt werden sollen (Hartmut von Hentig): Durch die tägliche Bildungsarbeit hoffen wir einen Beitrag zu leisten, so dass die Kinder und Jugendlichen ihren Ort finden."
Im Vorjahr zeigte eine Ausstellung über Kurt Kretschmann im Seelower Jugendzentrum FRIZZ, wie der Nestor des ostdeutschen Naturschutzes entgegen aller Widrigkeiten der politischen Systeme, die er erlebte, seinen Weg ging und seine Ideale "an seinem Ort" lebte.
Auch in der aktuellen Ausstellung geht es um Menschen, welche die Stimme ihres Gewissens höher gewichteten als Gesetz und Befehl. Die Ausstellung "Seinen Ort finden" erzählt die Geschichte von Menschen in unterschiedlichen Zeiten und Kontexten, die den Mut aufbrachten das zu tun, was sie in ihrem Herzen für richtig erachteten. Und dies im Bewusstsein taten, dass ihr Verhalten für sie persönlich schwerwiegende Folgen haben könnte.
Die Seelower Ausstellungs-Initiatoren, das Gymnasium "Auf den Seelower Höhen", das Jugendzentrum FRIZZ und das Netzwerk "Toleranz und Integration in MOL" freuen sich auf den Besuch möglichst vieler jüngerer und älterer Bürger Seelows und der Region.