Neuveröffentlichungen des Archiv der Jugendkulturen

19.04.2006: Das Archiv der Jugendkulturen in Berlin gibt drei neue Bücher heraus, die sich mit den Jugendkulturen beschäftigen.

Christian Heinicke/Daniela Krause:
Street Art. Die Stadt als Spielplatz.

Seit einigen Jahren sorgen Street-Art-Aktionen rund um den Globus für Aufsehen. Immer mehr von diesen Zeichen einzelner Personen oder auch Gruppen sind auf den Oberflächen der Städte zu sehen. Sie verwandeln leere oder sterile Orte und Straßen in lebhaft bunte Galerien. Street Art ist ein brisantes und heiß diskutiertes Thema. Denn die Street-Art-Künstler und -Künstlerinnen verteilen ihre Zeichen ungefragt und unentgeltlich im Stadtbild. Die Stadtplanung dagegen legt höchsten Wert auf überwachte und saubere Räume.

"Street Art. Die Stadt als Spielplatz" widmet sich ausführlich dem Thema "Street Art", das bisher nur in Bilddokumentationen abgehandelt wurde. Hier geben viele bekannte KünstlerInnen zum ersten Mal einen Einblick in ihre Motivation, ihre "Werkstätten", ihre praktische Arbeit.

Klaus N. Frick:
Chaos en France. Peter Pank in Avignon. Roman

Die warme Luft, die frische Liebe, die neuen Freunde: Das Leben könnte so schön sein in Avignon. Auch für den 22-jährigen Punk Peter. Doch der rasselt auch in Südfrankreich ins nackte Chaos: zu viel Alkohol, zu viele Drogen, zu viele überdrehte Gefühle … "Chaos en France" ist die Fortsetzung des Kultromans "Vielen Dank, Peter Pank". Der Roman erschien über Jahre hinweg in den Szene-Magazinen ZAP und OX, den auflagenstärksten Zeitschriften für Punkrock und Hardcore im deutschsprachigen Raum, und wurde für die Buchfassung überarbeitet und ergänzt.

Klaus N. Frick wird das Buch in den nächsten Wochen an mehreren Orten live präsentieren. Hier stehen die Termine: www.jugendkulturen.de/termine.html

Manfred Liebel & Gabriele Rohmann (Hrsg.):
Entre Fronteras. Grenzgänge. Jugendkulturen in Mexiko

Sie leben mit dem Tod vor Augen und verlieren trotzdem nicht die Lust am Leben. Jugendliche in Mexiko sind in einem ganz besonderen Maße Globalisierungsprozessen und der Spaltung zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden der Welt ausgesetzt. Mexiko ist das Tor zwischen der so genannten Ersten und der so genannten Dritten Welt, seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens NAFTA außerdem Paradebeispiel für Arbeitsmigration trotz gleichzeitiger Abschottung der USA. In den verschiedenen Jugendkulturen Mexikos spiegelt sich diese mehrfache Grenzziehung deutlich wider.

Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes stellen Punks, Tagger, Raver, Pachucos, Cholos, Raztecas u.a. vor, analysieren deren Stil, Verhalten und Einstellungen und veranschaulichen Überlebensstrategien sowie Parallelen und Brüche zu europäischen und nordamerikanischen Jugendkulturen.

Der Bezug der einzelnen Titel ist über jede gute Buchhandlung oder unseren Onlineshop www.jugendkulturen.de/archivreih.html möglich. Oder schicken Sie einfach eine kurze Mail an: bestellung@jugendkulturen.de.

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