Ideenwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

20.05.2008: Die Bundeszentrale für politische Bildung ruft Vereine, Initiativen und Organisationen dazu auf, medienpraktische Projektideen zur Förderung politischer Jugendbeteiligung einzureichen. Bewerbung bis zum 02.06.2008.

Kindern und Jugendlichen fällt es oftmals schwer einen Zugang zu politischen Themen zu finden und das, obwohl sie von vielen politischen Entscheidungen persönlich betroffen sind. Sie tragen vielfach die Konsequenzen dieser Entscheidungen, den öffentlichen Meinungsaustausch im Vorfeld, ausgetragen in den Medien, nehmen sie hingegen kaum wahr noch gestalten sie ihn aktiv mit.

Dabei wachsen Kinder und Jugendliche in einem von Medien geprägten Umfeld auf und agieren durchaus kompetent in ihrer medialen Welt. Handys, Computer, Fernsehen und Internet gehören zum Alltag vieler Jugendlicher und prägen ihr Freizeitverhalten. Mehrere Stunden täglich verbringen viele von ihnen in unterschiedlicher Weise und Kombination: Während man Fernsehen schaut können Klingeltöne heruntergeladen werden oder man kann für einen Kandidaten in einer Fernsehshow voten. Während Musik auf den MP3-Player geladen wird, kann man sich mit Freunden im Chat verabreden. Mediale Angebote werden von ihnen nicht nur konsumiert, sondern auch aktiv und kreativ mitgestaltet. Kinder und Jugendliche nutzen Medien hingegen nur sehr selten, um sich über politische Themen und Debatten zu informieren oder sich einzumischen. Dies gilt vor allem für diejenigen, die in bildungs- und politikfernen Milieus leben. Sie haben entweder nur einen eingeschränkten Zugang zu aktuellen (digitalen) Medien oder sie orientieren sich aufgrund von Sprach- oder Bildungsbarrieren an Unterhaltungsformaten.

Politische Bildung kann jedoch die Begeisterung für (neue) Medien nutzen, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu gesellschaftspolitischen Themen und Prozessen zu erleichtern. Hemmungen, Vorurteile und Unwissen lassen sich über den oftmals vertrauten Umgang mit Medien leichter abbauen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ruft deshalb Vereine, Initiativen und Organisationen dazu auf medienpraktische Projektideen zur Förderung politischer Jugendbeteiligung einzureichen: Es werden Projekte gesucht, die mit medienpädagogischen Methoden arbeiten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen modellhaft Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen, die ihre Eigeninitiative fördern und verschiedene Formen des Interessenausgleichs in einer demokratischen Gesellschaft konkret erlebbar machen.

Um an diesem Ideenwettbewerb teilzunehmen, ist das Bewerbungsformular auszufüllen und bis zum 02.06.2008 an ideenwettbewerb@bpb.de zu schicken.

Die Antragssteller sollen nachzuweisen, dass sie ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen durchführen können. Ein gemeinsamer Projektantrag mehrerer Einrichtungen und Initiativen ist grundsätzlich möglich. Die Einsender der besten Ideen werden im Sommer 2008 zu einer Projektpräsentation eingeladen. Die geförderten Projekte können im Herbst 2008 starten und müssen im Sommer 2009 abgeschlossen sein.

Der Ideenwettbewerb 2009 ist Teil von "Nur wer was macht, kann auch verändern - Das Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung". Das Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschen Bundesjugendrings.

Mehr Infos: www.bpb.de

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