Ideen und Aktionen für Leute ab Zehn
04.05.2006: Kinder und Jugendliche planen ihre Zukunft in Letschin.
39 Grund- und Oberschüler der Gemeinde Letschin diskutierten in einem open space, welche Erwartungen und Wünsche sie an einkinder- und jugendfreundliches Letschin haben. Aus einer Vielzahl von Ideen entstanden kleinere Diskussionsrunden. Die Jugendlichen sprachen über Möglichkeiten und Visionen. Sie wogen Machbarkeit und Illusion gegeneinander ab und entwickelten eigene Handlungsstrategien. Der Morgen begann mit einem gemütlichen Frühstück. Die Senioren schmierten im Akkord Brötchen und sorgten somit für einen angenehmen Tageseinstieg.
Anschließend startete das "open space". Open space heißt übersetzt offener Raum und ist eine Konferenz-Methode, die in den 80er Jahren in Amerika entwickelt wurde, um möglichst viele Menschen unabhängig von hierarchischen Strukturen für die Lösung komplexer Probleme zu mobilisieren. Diese Methode schafft es, dass viele Ideen gleichermaßen besprochen werden können.
An diesem Tag standen die Überlegungen der Jugendlichen im Vordergrund. Ohne nervige Erwachsene, die immer wieder darüber reden, was alles nicht geht. Alles ist möglich, nichts ist verboten! Rund 40 Anliegen brachten die zehn bis sechzehn jährigen Teilnehmer ein. Und diskutierten dann in kleineren Arbeitsgruppen zirka 20 davon. So wurde die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Jugend thematisiert. Oder ein Jugendclub für Letschin gefordert. Auch viele Ideen zur Verbesserung der Angebote an den beiden Schulen standen auf den Zetteln. Aber nicht nur an sich selbst dachten die jungen Leute. So wurde ausgiebig über den Müll und die Unordnung in den Orten gesprochen und was dagegen getan werden kann. Aufklärung und Vorbild waren die Zauberwörter in dieser Diskussion.
Nach rund sieben Stunden intensiven Arbeitens hielten die Jugendlichen eine Dokumentation aller ihrer Ideen in den Händen. Auf rund 40 Seiten fassten die fleißigen Frauen der Bürgerinitiative Perspektive Letschin die einzelnen Protokolle zusammen. Wer Interesse an dieser Dokumentation hat, meldet sich bitte beim Kreis- Kinder- und Jugendring in Seelow (Telefon 03346-80609).
Diese Veranstaltung mit den Jugendlichen war ein gutes Training dafür, zu lernen, die Probleme in die eigenen Hände zu nehmen. Die Bürgerinitiative Perspektive Letschin, der Kreis- Kinder- und Jugendring und die Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) Frankfurt/Oder hatten diesen Tag organisiert. Unterstützung fanden sie beim Seniorenbeirat und der Gemeindeverwaltung. Viele fleißige Hände sorgten für eine gute Arbeitsatmosphäre und einen ungehinderten Ablauf. Bleibt nur zu hoffen, dass die Motivation des Tages ausreicht, um die besprochenen Ideen auch umzusetzen. Die Bürgerinitiative und der Kreis- Kinder- und Jugendring werden auf jeden Fall auch weiterhin den Jugendlichen zur Seite stehen.