Mitglieder für Erhalt der Jugendhilfeausschüsse
18.05.2006: Die Mitgliederversammlung des Kreis- Kinder- und Jugendrings beschäftigte sich mit der Förderalismusreform des Bundes und deren Auswirkungen auf die Jugendhilfe.
Eine straffe Tagesordnung hatten die Mitglieder des Kreis- Kinder- und Jugendrings (KKJR) auf ihrer Sitzung im FRIZZ Seelow abzuarbeiten.
Eingangs freute sich der KKJR über die Aufnahme eines neuen Mitglieds. Der DRK Kreisverband Märkisch-Oderland Ost wird die Zahl der Mitglieder auf 19 erhöhen.
Neben dem Finanzbericht zum Haushalt 2005, den die Mitglieder einstimmig bestätigten, standen vor allem inhaltliche Themen auf dem Programm.
Eines dieser Themen sind die Auswirkungen der Förderalismusreform auf die Jugendhilfe im Landkreis. Der Bund will Zuständigkeiten an die Länder abgeben. Dazu auch die Hoheit über die Bildung von Jugendämtern und deren Aufbau. Die anwesenden Mitglieder sehen darin auch eine Ungleichbehandlung in der Entwicklung der Jugendhilfe in Deutschland. Alle Kinder und Jugendlichen sollten an jedem Ort in der Bundesrepublik die gleichen Ausgangschancen haben. Experimente bei der Neuorganisation von Jugendämtern und Jugendhilfeausschüssen sind die falschen Singnale. Auch sieht die Mitgliederversammlung die gesetzlich verbriefte Beteiligung der freien Träger in Gefahr, wenn jedes Land selbst entscheiden kann, wie und nach welchen Standards gearbeitet wird. Die Mitgliederversammlung wendet sich nun an die Landtagsabgeordneten/innen der Region, um zu erfahren, welche Schritte sich für Brandenburg ergeben könnten. Dabei steht der Erhalt der Jugendhilfeausschüsse an oberster Stelle.
In einem nächsten Punkt diskutierten die Vertreter/innen der Vereine und Verbände, ob die anstehenden Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit noch mit dem vorhandenen Personal im Jugendamt leistbar sind. Im Rahmen von Qualitätsentwicklung und einer bedarfsgerechten Fortschreibung der Jugendhilfe im Landkreis erachten die Mitglieder des KKJR es für notwendig, dass die offene Stelle im Jugendamt für Jugendarbeit wieder besetzt wird.
Die sozialräumliche Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit ist ebenfalls ein wichtiges Thema für den KKJR. Dazu verständigten sich die Mitglieder, einen Workshop durchzuführen, um Ideen und Meinungen zusammen zu fassen. Daraus soll ein umfassendes Meinungsbild der Träger der Kinder- und Jugendarbeit entstehen.