Zusammenleben in Rehfelde

25.06.2008: Bürger und Verantwortliche trafen sich zum Austausch über Realität und Visionen.

Zu einem offenen Forum zum Thema "Zusammenleben in Rehfelde" trafen sich am 24.06. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Rehfelde. Rund 30 Teilnehmer/innen von jung bis alt kamen im Hof 1 in Zinndorf zusammen und tauschten sich über ihre Ansichten, Interessen und Ideen aus. Der Treff wurde initiiert durch das XENOS-Teilprojekt "Perspektive und Nachbarschaft" und veranstaltet durch den Bildungsausschuss der Gemeinde. Dem waren zahlreiche Gespräche vorausgegangen, die die KKJR-Mitarbeiterin Dr. Ulrike Schumacher mit Bewohnern Rehfeldes, darunter viele Vereinsvertreter, geführt hatte.

Die Lebensqualität in der Gemeinde wurde als hoch eingeschätzt, und viel wurde in den letzten Jahren erreicht, um das kulturelle Leben zu bereichern - hierzu tragen die vielen Vereine maßgeblich bei. Andere "Baustellen" sind noch offen - dies betrifft z.B. den Wunsch nach Räumlichkeiten im Sinne eines Bürgerzentrums oder multifunktionalen Gemeinderaums, der durch verschiedene Gruppen genutzt werden könnte. Als sehr dringlich wurde von der Gemeinde die Ausweisung und Entwicklung eines Ortszentrums erkannt, und neben der dortigen Konzentration von administrativen und infrastrukturellen Komponenten auch im Sinne eines kommunikativen und kulturellen Mittelpunktes angedacht. Mittlerweile ist die erste Phase (Informelle Entwicklungsplanung) für dieses Gebiet abgeschlossen und mit der Umsetzung begonnen worden.

Ganz konkret wurde beim Treff Verstärkung für Generationen übergreifende Aktivitäten gesucht: z.B. um in Zinndorf das Grüne Klassenzimmer mit zu betreuen oder Kindern der Werderaner Kita Schach beizubringen. Für die Schach-Stunden fand sich sogleich ein Interessierter, und örtliche Gartenfreunde sollen nun wegen der Betreuung angefragt werden.

"Offizielle" kommunikative Punkte wie Laden oder Post sind nicht mehr überall vorhanden, Begegnung und Kommunikation finden aber auch an den inoffiziellen Punkten, z.B. auf dem Friedhof oder durch das Vereinsleben statt. Während man sich in den Dörfern überwiegend kennt, wird für Rehfelde Siedlung Handlungsbedarf gesehen: Man sucht nach neuen Wegen, um mehr über die Interessen der Bewohner und ihre Lebenssituation zu erfahren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Appelle zum Mitmachen allein nicht ausreichen, um mehr Menschen einzubeziehen - hier ist schon eher die persönliche Ansprache und das "Klopfen an der Haustür" gefragt, um in Kontakt zu kommen. Wie das personell bewerkstelligt werden könnte, war eine der offenen Fragen. Es wurde aber auch betont, dass - je nach Persönlichkeit - manche einfach nicht mitmachen wollen, und dass auch das Verbringen der Freizeit im häuslichen, privaten Bereich als wertvoll anzusehen sei. Das Treffen in Zinndorf war ein Baustein, um gemeinsam mit Interessierten über diese Themen nachzudenken und an der Entwicklung nächster Schritte dranzubleiben.

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