Kampagne "Wölfe im Schafspelz" startet Filmwettbewerb
05.07.2006: Polizei "fahndet" nach jungen Filmemachern gegen Rechtsextremismus.

Die erfolgreiche Aufklärungskampagne "Wölfe im Schafspelz" wird um einen weiteren Baustein ergänzt. Jetzt sind die Jugendlichen aufgefordert, einen TV-Spot gegen Rechtsextremismus zu drehen und sich so aktiv mit dem Thema auseinander zu setzen.
Die Bewerbungsunterlagen für den Kreativwettbewerb wurden Anfang Mai an den Schulen verteilt und können im Internet unter www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden.
Einsendeschluss für die Beiträge ist der 15. Oktober 2006. Unterstützt wird der Wettbewerb von der Initiative "SCHAU HIN!" und ihrem Botschafter, dem Schauspieler Till Demtrøder, sowie der Softwarefirma MAGIX.
"Mit diesem Wettbewerb setzen Polizei und Verfassungsschutz ein weiteres deutliches Zeichen gegen Rechtsextremisten.
Bereits im Februar 2006 startete die bundesweite Aufklärungskampagne "Wölfe im Schafspelz". Das Medienpaket mit dem Spielfilm "Platzangst" und der Filmdokumentation "Rechtsextremismus heute - zwischen Agitation und Gewalt" für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahre wurde in einer Auflage von 25.000 Exemplaren an die weiterführenden Schulen verteilt. Aufgrund der starken Nachfrage ist derzeit eine weitere Auflage geplant.
Ein neuer Wettbewerb der Polizei ergänzt die Aufklärungskampagne. Gerade im Bereich des sozialen Lernens sind die Gruppe der Gleichaltrigen und der Freundeskreis eine wichtige Erziehungsinstanz. Durch die Beeinflussung und Reaktionen aus dem sozialen Umfeld können junge Menschen Toleranz, Achtung und Wertschätzung sowie gewaltfreies Handeln gegenüber anderen lernen. Genau hier setzt die Idee des Kreativwettbewerbs an, bei dem Jugendliche aufgerufen sind, sich mit kurzen Filmbeiträgen gegen Rechtsextremismus und damit gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu positionieren. Die besten Filmspots sollen vervielfältigt und den Schulen für Unterrichtszwecke zugänglich gemacht wer den.
Ein weiteres Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung der Medienkompetenz bei Jugendlichen. Um einen solchen Spot zu drehen, müssen sich die Jugendlichen nicht nur mit dem Thema Rechtsextremismus, sondern auch mit dem Medium Film auseinandersetzen. So lernen sie die Methoden und Techniken des Filmemachens kennen und schärfen zugleich ihr Bewusstsein für die Gefahren der Beeinflussung und Manipulation des Zuschauers durch Filmmedien.
Teilnahmeberechtigt an dem Wettbewerb sind alle Jugendlichen, die schon 13 und noch keine 18 Jahre alt sind - als Team, Klasse, Verein, Schule oder sonstige Gemeinschaft. Gedreht werden soll ein TV-Spot, der das Thema "Gegen Rechtsextremismus und seine neuen Erscheinungsformen" kurz und prägnant ins Bild setzt. Maßgeblich dabei ist, dass die Jugendlichen die Spots selbst entwerfen und realisieren. Lehrerinnen und Lehrer bzw. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können das Filmprojekt unterstützen.
Worauf die Filmemacher beim Dreh achten sollten, hat Till Demtrøder mit der Initiative "SCHAU HIN!" in dem Leitfaden "In zehn Schritten zum perfekten Spot" zusammengefasst. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler unter www.polizei-beratung.de die Möglichkeit, Fragen zum Filmemachen zu stellen.
SCHAU HIN! Botschafter Till Demtrøder, der die Kampagne "Wölfe im Schafspelz" sowie den Kreativwettbewerb unterstützt, wendet sich zudem in einem Brief an die Jugendlichen mit dem Aufruf, sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren und sich am Wettbewerb zu beteiligen.
Bis zum 15. Oktober 2006 haben die Jugendlichen Zeit, ihre Beiträge an ihr jeweiliges Landeskriminalamt zu schicken. Die eingereichten Spots werden von einer Fachjury bewertet und im Rahmen einer Preisverleihung prämiert. Mitmachen lohnt sich! Zu gewinnen gibt es unter anderem einen Drehtag mit Till Demtrøder bei der Fernsehserie "Großstadtrevier" sowie weitere wertvolle Preise. Die Prämierung der Preisträger erfolgt Anfang 2007. Dabei werden auch die Gewinner und ihr Projekt auf den Internetseiten der Polizei unter www.polizei-beratung.de vorgestellt.