Bedeutung der Stadt- und Kreisjugendringe in Brandenburg hervorgehoben.

01.04.2009: Stadt- und Kreisjugendringe aus Brandenburg beraten in Oranienburg - aktuell werden Koordinatorenstellen in den Landkreisen gefordert.

Der Kreisjugendring Oberhavel war Gastgeber der Beratung des Arbeitskreises der Stadt- und Kreisjugendringe in Brandenburg. Jährlich, so verständigten sich die Vertreter aus den Jugendringen, soll diese Funktion gewechselt werden.

Eingangs berichteten die Anwesenden aus den sechs Dachorganisationen zu aktuellen Arbeitsfeldern und Problemlagen in den jeweiligen Städten und Landkreisen. Dabei wurde deutlich, dass sich das Profil der Jugendringe in Brandenburg sehr voneinander unterscheidet. So wird der Kreisjugendring Dahme-Spreewald ausschließlich ehrenamtlich geführt und versteht sich als Interessenverrteter der Jugendverbände im Kreis. Eigene Projekte beschränken sich auf Gedenkstättenfahrten und Jugendleiterausbildungen.

Ganz anders im Stadtjugendring Potsdam. Hier steht die Förderung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Ein Kinder- und Jugendbüro begleitet Projekte und Initiativen in der Stadt. Die Mitarbeiter/innen des Stadtjugenringes beraten Initiativen, organisieren Aktionstage und vermieten Materialien.

Alle Jugendringe werden sich an der U18-Wahl im September beteiligen. Dazu werden gerade die Aktionen geplant. Die Jugendringe in Märkisch-Oderland und Oberhavel sind sogar Regionale Koordinierungsstellen.

Melanie Ebell vom Landesjugendring stellte die Diskussion im Unterausschuss Jugendarbeit des Landesjugendhilfeausschusses zur Bedeutung der Stadt- und Kreisjugendringe nach. So erläuterte sie die Ergebnisse der Befragung der Jugendringe durch den Landesjugendring. Darin enthalten waren Fragen zur Mitgliederzahl, zur Finanzierung, Personal und Zusammenarbeit mit den Jugendämtern. Als einziger Jugendring in Brandenburg verfügt so zum Beispiel der KKJR MOL e.V. über keinen Sitz im Jugendhilfeausschuss.

Es wurde auch eine Befragung der Jugendämter durch das Landesjugendamt durchgeführt. Aus den Antworten wurde deutlich, dass die Stadt- und Kreisjugendringe in Brandenburg eine wichtige Position bei der Weiterentwicklung der Jugendhilfe haben und einen unschätzbaren Beitrag zur Vernetzung in den Regionen leisten. In einigen Landkreisen werden beispielsweise Fortbildungen und Fachtage durch die Jugendringe im Auftrag der Jugendämter durchgeführt.

Diese Diskussion und das gestiegene Interesse an der Arbeit der Stadt- und Kreisjugendringe veranlasste den Arbeitskreis für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt eine Stelle für die Koordination von Jugendverbandsarbeit zu fordern. "Gerade die Landkreise, in denen es Jugendring-Strukturen gibt, profitieren von einer guten zivilgesellschaftlichen Vernetzung", so Steffen Adam aus Märkisch-Oderland.

Die Vetreter aus den Stadt- und Kreisjugendringen verständigten sich darauf, dazu einen Antrag auf der Vollversammlung des Landesjugendringes am 6. Juni in Brandenburg an der Havel einzubringen. Dieser zielt auch darauf ab, in den Landkreisen und kreisfreien Städten Jugendringe aufzubauen, in denen bisher diese Sturkturen fehlen.

  • Seite bei Twitter teilen
  • Seite bei Facebook teilen
  • Seite bei StudiVZ teilen
  • Seite bei MySpace teilen
  • Seite bei Mister Wong bookmarken
  • Seite bei del.icio.us bookmarken
  • Seite bei Google bookmarken
  • Seite bei Live bookmarken
  • Seite bei YahooMyWeb bookmarken