Glückliche Kinder in Märkisch-Oderland!?

11.09.2006: 5. Integrationsfachtag beschäftigt sich mit dem Thema Armut bei Kindern und Jugendlichen.

In Deutschland sind Kinder und Jugendliche einem größeren Armutsrisiko als Erwachsene ausgesetzt. In Studien wird immer wieder festgestellt, dass Kinder und Jugendliche, die in Armut aufwachsen, ungünstige Entwicklungsbedingungen haben. So wird die Grundlage für eine schlechte Gesundheit, Arbeitslosigkeit und Niedrigeinkommen im Erwachsenenalter geschaffen. Deshalb muss der Vermeidung und Verringerung von Armut bei Kindern und Jugendlichen auch auf kommunaler Ebene besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Netzwerk für Toleranz und Integration beschäftigt sich auf seinem 5. Integrationsfachtag am 21. September mit dieser Thematik und will damit einen Beitrag leisten, dass die Situation von Kindern und Jugendlichen und die Auswirkungen von Armut stärker in das Blickfeld der Kommunalpolitik rücken. Mit der Veranstaltung sollen Indikatoren und Auswirkungen von Armut bei Kindern und Jugendlichen gesammelt werden, die über eine bloße materielle Diskussion hinausgehen. Damit soll ein Katalog für eine künftige Entwicklung von Handlungsstrategien auf kommunaler Ebene entwickelt werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu Beginn des Fachtages durch Schülerinnen und Schüler der Förderschule und Mädchen des Kinder- und Jugendhauses Lebus begrüßt und entspre-chend dem Titel der Veranstaltung eingestimmt. Die Überschrift "Zwischen Pausenbrot und Tokio Hotel - glückliche Kinder in MOL!?" stellt die Bandbreite zwischen dem Anspruch von Eltern auf der einen Seite und den Wünschen der Kinder auf der anderen Seite dar.

Nach einer gemeinsamen Einstiegsaktion zur Einstimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden entsprechende Fachleute einen Überblick über die Situation der Armut bei Kindern und Ju-gendlichen geben. Frau Ada Sasse von der Universität Erfurt spricht zu Kinderarmut in Ostdeutschland. Es wird ein Referat zu den rechten von Kindern und Jugendlichen folgen und Jugendamtsleiter Thomas Böduel beschreibt das Thema aus Sicht des Landkreises.

Die folgenden Workshops sollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geben, ausführlich ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es um Erfahrungen und Sichtweisen in unterschiedlichen Bereichen. "Aus der Sicht von …, mit Blick auf ..", so sind die jeweiligen Workshop am Nachmittag überschrieben. Und der Blick richtet sich auf Kindertagesstätten, Schule und Ausbildung, Familie, Jugendarbeit und Freizeit und auf Migrationsarbeit. In einer abschließenden Podiumsdiskussion, überschrieben mit dem Titel: Packen wir es an - Rahmenbedingungen für MOL." diskutieren Politiker, Fachleute und Praktiker mögliche erste Schritte für Märkisch-Oderland. An dieser Runde werden unter anderem Landrat Gernot Schmidt und Landtagspräsident Gunter Fritsch teilnehmen.

Die Teilnahme ist auf Grund der finanziellen Unterstützung des Landkreises, der Sparkasse Märkisch-Oderland und der Aktion Mensch kostenlos. Eine entsprechende Anmeldung ist aber wegen der begrenzten Plätze in den Workshops notwendig.

Anmeldungen sind noch bis zum 15. September an den Kreis- Kinder- und Jugendring Märkisch-Oderland möglich. Telefon: 03346-80609 oder Email: info@leben-in-mol.de. Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite www.leben-in-mol.de.

Das Programm und weitere Hinweise finden Sie hier.

Zugehörige Dateien:
Flyer und Anmeldung 5. IntegrationsfachtagDownload (175 kb)
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