Rocken, auch im Regen
15.08.2010: Am Wochenende öffnete das Fort Gorgast seine Pforten für die Besucher des 12. OBOA-Festivals. Trotz des Starkregens ließen sich die Musikliebhaber ihre Laune nicht verderben. Sie feierten ausgelassen bis in den Morgen.
(Märkische Oderzeitung - Anne Hulitschke)
Das Gelände des Forts Gorgast ähnelt eher einem Sumpf als einem Festival-Gelände: Durch den Starkregen in der Freitagnacht ist der Boden aufgeweicht. Doch das hält die hartgesottenen OBOA-Fans nicht vom Rocken ab. Notfalls in Regenjacke und Gummistiefeln trotzen sie den widrigen Bedingungen und feiern ihre Bands frenetisch.
Auf fünf Bühnen stellen insgesamt 50 Musiker und DJs der verschiedensten Stilrichtungen ihr Können unter Beweis. Neben regionalen Nachwuchsbands geben sich bekannte deutsche und polnische Künstler die Ehre. Das musikalische Spektrum reichte von Rock und Hip Hop über Reggae bis hin zu Ska- und Elektrobeats. Für jeden Geschmack gibts etwas.
Gerade diese Vielfalt zieht Besucher - nicht nur aus der Region - seit Jahren an. Silvia Friedrich ist mit ihrer Familie aus Templin angereist. Sie erlebt das OBOA-Festival zum ersten Mal - und ist begeistert: "Mir gefällt das Angebot. Neben den Musik-Events gibt es Theatervorstellungen, ein Kino sowie ein Kinderprogramm. Das ist besonders schön für meinen Sohn", sagt Silvia Friedrich, die den kleinen Moa Sauli zu den Klängen der Musik im Arm wiegt.
Ihr mexikanischer Mann Ricardo genießt die Atmosphäre des Open Air Festivals. "Ich finde die Location imposant. Das Fort gibt dem Fest ein ganz besonderes Flair", meint er beeindruckt. Das sehen auch Sylvia Thiel und ihre Freunde so, die aus Berlin angereist sind. "Ich komme immer wieder gerne nach Gorgast. Der relativ kleine, familiäre Rahmen trägt zu einer entspannten Stimmung bei", sagt Sylvia, die zum vierten Mal an dem Umsonst&Draußen-Festival teilnimmt.
Das Anliegen der OBOA-Veranstalter geht auf: Friedlich, tolerant, weltoffen und ausgelassen feiern die Besucher, bis die Sonne aufgeht. Daran kann selbst der wieder einsetzende Regen nichts ändern.
