Leute mit Herz für die Falkenburg

04.05.2011: Auf der Falkenburg ist die neue Saison eingeläutet worden. Der beliebte Freizeittreff wäre ohne den CVJM RuF (Rund um Falkenhagen) nicht denkbar. Zugleich realisiert die Gruppe ein großes Pensum ehrenamtlicher Arbeit im Pfarrsprengel. Sponsoren ermöglichten jetzt die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.

(Märkische Oderzeitung, von Doris Steinkraus, Foto Johann Müller)

"Wir finden es wichtig, dass Kinder und Jugendliche gerade im ländlichen Bereich Freizeitangebote nutzen können", sagt Anett Bredow. Mit ihrem Mann Michael ist sie aus Sieversdorf zur Eröffnung der neuen Saison auf die Falkenburg gekommen. "Auch unsere Kinder haben hier auf der Falkenburg schöne Erlebnisse gehabt und vor allem die Gemeinschaft genossen", erzählt Anett Bredow. Die Sieversdorfer wurden ganz persönlich eingeladen. So wie auch andere Menschen, die die Arbeit des Vereins immer wieder unterstützen. Als Dankeschön gibt es vor der offiziellen Eröffnung einen Extra-Treff am Grill. Auch Jens Ulbrich aus Arensdorf hat sich einladen lassen. Er gehört ebenfalls zu den Sponsoren. "Meine Kinder haben hier ihre Christenlehre absolviert", sagt er. "Es gibt eine enge Verbindung, die ich gern aufrecht erhalte."

Nur durch Unterstützung vieler sei es bisher möglich gewesen, immer wieder neue Elemente auf der Burg zu bauen, erklärt CVJM-Vorsitzender Sascha Jacob. Auch er und sein Stellvertreter Frank Schütte kommen aus Sieversdorf. Die kleine Gemeinde im Nachbarkreis gehört zum Pfarrsprengel Falkenhagen/Wilmersdorf. "Und weil wir kreisübergreifend arbeiten, ist auch ein Fahrzeug so wichtig", erklärt Sascha Jacob. Ein neuer Renault Kangoo konnte über die bundesweit agierende Firma Mobil angeschafft werden. Ohne Sponsoren hätte man nicht darüber nachdenken brauchen, betont der Vorsitzende. Das gelte ebenso für den Kauf vieler Materialien für die Burg.

In den letzten acht Jahren entstand immer wieder Neues, wie die zweite kleine Burg, die Bühne oder die Kapelle. Jetzt gehe es vor allem um Erhaltung und Reparatur, sagt Frank Schütte. Bis zu 4000 Besucher hat die Burg mittlerweile im Jahr, Tendenz steigend. Schulklassen gestalten hier ihre Projekttage, lernen spielerisch die Geschichte des Christentums kennen und nutzen begeistert die Burganlagen. Auch Kita-Gruppen kommen und gern wird das Burgareal auch für Kindergeburtstage genutzt. Jugenddiakon Gerd Becker schlüpft dann in sein Kostüm und wird zu Bruder Tack, der großen und kleinen Besuchern eine anschauliche Lehrstunde in Sachen Christentumentwicklung gibt und immer viele spannende Einlagen vorbereitet. Bisher war er der einzige hauptamtliche im CVJM RuF. Seit April hat der Verein eine Stelle über das Programm "Arbeit für Brandenburg" bewilligt bekommen. Frank Spremberg aus Falkenhagen steht Gerd Becker, der am Wochenende mit seiner Familie nach Fürstenwalde gezogen ist und jetzt immer von dort aus nach Falkenhagen kommt, zur Seite.

Der CVJM RuF sei aber mehr als nur die Falkenburg, betont Frank Schütte. Da die Pfarrstelle schon einige Zeit vakant ist, übernehmen die 23 Mitglieder viele kirchliche Aufgabe, wie Christenlehre, Jugendgottesdienste, Treffen mit Vorkonfirmanden, die Arbeit mit der Jungen Gemeinde oder die Mitgestaltung von Gottesdiensten. Besonders dafür sei das neue Fahrzeug unerlässlich. Die Kinder und Jugendlichen müssen transportiert werden.

Mit der Falkenburg sprechen die CVJMler viele Menschen an, die eher wenig mit dem christlichen Glauben verbunden sind. Auch dieser Aspekt ist dem Verein wichtig. Helfer und Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Die Burg selbst kann jetzt wieder bis Oktober gestürmt werden.

Falkenburg Falkenhagen, geöffnet jeden Mi ab 15 Uhr, jeden ersten und dritten Sa ab 14 Uhr oder nach Anmeldung unter 0152 21552646

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