Tanzen für einen guten Zweck
22.03.2007: 2. Bürgerball zu Gunsten bürgerschaftlichen Engagement in Märkisch-Oderland.
(Märkische Oderzeitung, von Doris Steinkraus)
Abendkleider, festliche Hosenanzüge, feine Herrengarderobe. Man spürte förmlich, wie wohl sich die Gäste auch mal in ganz feiner Kleidung fühlten. Die Organisatoren - der Kreis-Kinder- und Jugendring sowie das Kreiskulturhaus - hatten ein dazu passendes festliches Ambiente geschaffen. Mit Marieluise Häckl aus Falkenhagen und Jeffrey Kobalz aus Letschin führte ein junges Moderatorengespann durch einen Abend, der sehr kurzweilig werden sollte. Ein Abend, der zwar einerseits einen großen ernsten Hintergrund hatte - nämlich die Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit im Kreis -, der aber zugleich Unterhaltung bringen sollte. Die beiden Studenten - Marieluise (22) studiert in Köln Japanologie, Sinologie und Amerikanistik, Jeffrey (20) in Aachen Maschinenbau - leiteten gekonnt von einem Thema zum anderen, sorgten mit ihrer jugendlichen Art und entsprechendem Outfit für echte Ballatmosphäre.
Sie führten Kurzinterviews zu den Projekten, die aus den 1220 Euro Erlös des ersten Bürgerballs 2006 möglich wurden. Dazu lieferte ein Beamer die entsprechenden Bilder, z.B. von dem entstehenden Matsch- und Wasserspielplatz der Kita Fuchsbau in Falkenberg, der Tanzgruppe des Jugendklubs Batzlow, die sich dank des Zuschusses Bodenmatten kaufen konnte, oder von der Villa Waldfrieden in Neuhardenberg, in der Aussiedler einen wichtigen Anlaufpunkt für die Integration haben. Mit dem 2. Bürgerball sollte der Fördertopf mit möglichst vielen Euro neu gefüllt werden. Große Erwartungen setzten die Organisatoren deshalb einmal mehr auf die Versteigerung. Dafür hatte zum einen der Kinderklub Niederjesar unter Leitung von Gert Becker über Wochen tolle Aquarelle gemalt. Lore Beusch aus Groß Neuendorf, neben Gunhild Hein (Neuentempel), Kerstin Niebsch (Kulturhausleiterin), Kerstin Dickhoff (KKJR) sowie Michael Spiegler (Kinderring Neuhardenberg) Mitglied der Geldvergabe-Jury, hatte bei vielen Künstlern der Region um Unterstützung gebeten. Insgesamt kamen 40 Exponate für die Versteigerung zusammen. Die erwies sich in Person der Auktionatorin Silke Müller als ein echter Unterhaltungspunkt. Die MOZ-Redakteurin forderte die Gäste mit lockeren Sprüchen und in direkter Ansprache und schaffte es schließlich sogar, kurz vor Mitternacht die 1000-Euro-Marke zu knacken. Nach vier Versteigerungsrunden waren 980 Euro zusammengekommen. "Ich bitte Sie, wir werden doch wohl den 1000er schaffen!", warb die Auktionatorin. Es wurden 1025 Euro. Dazu kommt der Erlös aus den Eintrittkarten.
"Das war spitze", lobte Steffen Adam vom KKJR. Man sei insgesamt sehr zufrieden gewesen und denke, dass die zweite Auflage des Bürgerballs qualitativ einen Schub brachte. Was viele Gäste bestätigten. Der Ablauf war professioneller und mehr auf Ball ausgerichtet. Von Anfang an gab es Tanzrunden. Die Frankfurter Band "Avalon" traf den Geschmack des sehr gemischten Publikums. Nicht zu vergessen die sehenswerten Einlagen der Tanzformation des Landestanzsportvereins - u.a. mit Weltmeisterschaftsteilnehmern - und der polnischen Formation "Estera".