Über - Leben im Alter auf dem Lande

19.11.2005: Initiativgruppe zu alternativen Wohnformen für ältere Menschen traf sich im Altenheim Letschin zur Beratung.

(Steffen Adam) Am Sonnabend traf sich Jung und Alt im Letschiner Altenheim, um über gegenseitige Vorurteile, Bedürfnisse und Interessen der Generationen zu plaudern. Der Aufenthaltsraum wurde kurzer Hand zum Seminarraum verwandelt. Schüler und Schülerinnen aus der Oberschule Letschin zeigten anfangs, wie sie sich Alter vorstellen und was sie über Alt werden denken.
Anschließend schlüpften die Jungen in die "Haut" der Alten und die Alten wurden zu Jungen. Sich gegenüberstehend lautete nun die Aufgabe in der jeweils anderen Rolle, all das aus sich heraus zu lassen, was an Vorurteilen in einem steckt.
So eingestimmt, erarbeiteten Junge und Alte gemeinsam in Kleingruppen Modelle der Annäherung. Was kann mir die jeweils andere Generation geben, was benötige? Und viele tolle Ideen standen am Ende auf dem Papier.
So soll es künftig eine Tauschbörse geben, in der sich ältere und junge Menschen mit ihren Fähigkeiten und Wünschen eintragen können. Unter dem Motto: "Ich kann Dir Backen beibringen, wenn du mir zeigst, wie ich eine SMS schreibe." Der Nebeneffekt dabei ist, dass die Generationen somit auch voneinander lernen.
Des weiteren soll es eine stärkeres Engagement im Altenheim geben. So ist geplant, die Kita oder andere Initiativen mit ihren Angeboten in das Altenheim zu holen und ein gemeinsames Sommerfest zu planen.
Auch fand sich eine kleine Gruppe, die sich in Letschin dafür einsetzen will, dass es künftig jugendgemäße Sitzgelegenheiten an den Orten gibt, an denen sich die Jugendlichen aufhalten. Es soll endlich damit Schluss sein, dass sich alle darüber aufregen, wie die Jugendlichen auf den Bänken im Ort sitzen. Gemeinsam mit den Jugendlichen will diese Gruppe Bänke bauen, die ihrem Naturell entsprechen.
All dies soll geschehen, um Jung und Alt näher zusammen zu bringen.
Ein wichtiger Wunsch der Jugendlichen hat leider noch keine Partner gefunden. Die Jugendlichen suchen Unterstützung beim Aufbau eines Jugendclubs. Bleibt zu hoffen, dass ihr Wunsch nach einem Bündnis mit der älteren Generation zu diesem Vorhaben erfüllt wird.

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