Zahlen und Fakten
Hier finden Sie Dokumente, Statistiken, Berichte und Analysen rund um Demografie, Abwanderung und bürgerschaftliches Engagement.
Der Landkreis Märkisch-Oderland:
Der Landkreis erstreckt sich östlich von Berlin bis hin zur deutsch-polnischen Grenze, hier sind ca. 80 Kilometer gleichzeitig die Grenze zur Republik Polen.
Der Landkreis Märkisch-Oderland hat eine Fläche von ca. 2.200 km² und entspricht somit rund 7,2 % der Gesamtfläche Brandenburgs.
Die Bevölkerungsdichte beträgt 90 Einwohner/innen je km².
In Berlinnähe dominieren wirtschaftliche Ballungsräume mit einer hohen Siedlungsdichte, während der Ostteil des Landkreises ländlich geprägt ist und eine sehr geringe Siedlungsdichte hat.
Zum 31.12.2006 leben in MOL 191.998 Einwohner/innen, davon sind rund 25,6 % junge Menschen bis 25 Jahre.
Im "engeren Verflechtungsraum" zu Berlin, der ca. 15% der Gesamtfläche des Kreises ausmacht, leben ca. 56,5 % der Kreisbevölkerung.
Zurzeit leben in MOL 4.196 nichtdeutsche Bürger/innen. Davon sind 899 Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. Dieser Anteil bleibt in den letzten Jahren ungefähr gleich und liegt bei rund 2,2 % der Gesamtbevölkerung.
Mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von ca. 125.000 Hektar gehört Märkisch-Oderland zu den größten Agrarkreisen der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Rund 30% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche befinden sich in Schutzgebieten, was der Flora und Fauna zu Gute kommt.
Der Landkreis Märkisch Oderland hat insbesondere in den ländlichen Regionen mit zahlreichen sozioökonomischen Problemen zu kämpfen, die sich auf die Lebenssituation junger Menschen auswirken.
In den strukturschwachen Regionen des Landkreises fehlt es an einer ausreichenden Ausstattung mit wichtigen Dienstleistungen, es kommt zum Wegbrechen lebenswichtiger Infrastruktur und schließlich münden die Probleme in einer ungünstigen Bevölkerungsstruktur.
2006 haben 3.045 junge Menschen bis 30 Jahre den Landkreis verlassen. Es sind vor allem die gut ausgebildeten jungen Menschen die gehen. Sie sind unter den Fortziehern/innen besonders stark vertreten. Laut einer Analyse befinden sich unter den Abwanderern/innen doppelt so viele Abiturienten/innen wie in der "normalen" erwach-senen Bevölkerung. Bei den Frauen ist der Abituranteil sogar dreimal so hoch. Mit den Hochschulabsolventen/innen sieht es nicht anders aus. Haben normalerweise knapp 11% der Erwachsenen ein Diplom, sind es unter den Fortziehern/innen ca. 20%. Auf den Landkreis bezogen bedeutet das, dass dieser intellektuell ausblutet. Für den Landkreis besteht die Gefahr, dass er durch weitere Abwanderung von Unternehmen und Menschen an Zukunftsfähigkeit verliert. Dies äußert sich besonders in dem vom Land Brandenburg prognostizierten Fachkräftemangel ab 2015.
Aktuelle Arbeitsmarktzahlen nach Gemeinden des Landkreises: hier
Statistische Angaben zum Landkreis: hier